Golf ist wie eine Liebesaffäre:
Nimmt man es nicht ernst, macht es keinen Spaß,
nimmt man es aber ernst, bricht es einem das Herz.

Natürlich ist und bleibt die Algarve die Nummer Eins in Sachen Golf in Portugal.
Aber dass es auch andere schöne Ecken gibt, wo sich das Golf spielen  lohnt, haben kürzlich die Algarveagles bei ihrer fünftägigen Reise nach Cascais erfahren.

Cascais liegt 30 Kilometer westlich von Lissabon direkt am Meer. Ein hübsches, kleines Städtchen mit einer Vielzahl von Restaurants und Bars. Hier wohnen die Reichen und Schönen, die zwar in Lissabon arbeiten, denen die Stadt aber zu laut und zu hektisch ist. Und da viele von ihnen auch Golf spielen, verwundert es nicht, dass es in der Umgebung von Cascais einige gute Golfplätze gibt.

 

Windig war´s am Fortaleza de Guincho

 

Christian Wodrich, Enno Bode und Uli Neumann auf Oitavos (v.l.n.r.)

 

Fangen wir gleich mit dem Highlight an: Oitavos


Dieser Kurs ist sicherlich einer der schönsten Golfplätze Portugals und eine gelungene Mischung aus Parkland- und Linkskurs. Der Pflegezustand ist perfekt, genauso wie das moderne, gestylte Clubhaus. Ein Platz, der nicht ganz billig, aber trotzdem jeden Euro wert ist. Außerdem sind die Meerblicke von vielen Spielbahnen aus gratis.  

 

Am 19. Loch von Oitavos

 

 
Dehnungsübungen vor der Penha Longa-Runde

Sehr interessant ist auch Penha Longa

Ein traditionsreicher Platz, bei dem die Fairways ständig auf und ab durch Wald und offenes Gelände führen. Ein „sauschwerer“ Platz, der mit seinen langen Par 4-Löchern auch gute Golfer – die es gewohnt sind mit dem Zweiten auf dem Grün zu sein – verzweifeln lässt. Deshalb hört man hier nach absolvierter Runde auch öfters: „Beim nächsten Mal würde ich aber den Platz anders spielen!“

 

 

 

Quinta da Marinha

 

Von anderer Güte ist Quinta da Marinha
Obwohl er in unmittelbarer Nähe zu Oitavos liegt, haben die Kurse nicht viel gemeinsam. Ein eher gemütlicher Platz, der auf einigen Löchern zwar seine Tücken hat, im Großen und Ganzen aber gut zu spielen ist. Besonders schön ist hier die 18, ein langes Paar 4, welches sich um zwei Seen schlängelt, um letztlich vor dem gleichnamigen Hotel  zu enden.

 

Estoril - immer wieder gerne!

Außergewöhnlich ist der Platz von Estoril
Einige Spielbahnen liegen wesentlich tiefer auf der anderen Seite der Autobahn, was die Betreiber durch eine Brücke und einen netten Shuttle-Service gelöst haben. Einfach ist dieser Platz nicht, wofür einige sehr lange Par 3-Löcher und ein trickreiches Layout verantwortlich zeichnen.

 

Spaß hatten die Algarveagles-Mitglieder aber auf allen Plätzen. Es hatte sich eine wirklich nette Truppe zusammen gefunden, die alle gut miteinander harmonierten und – was sehr angenehm war – keiner sich zu profilieren versuchte.  Die Restaurants in Cascais waren durchwegs super  und für den richtigen Alkoholspiegel sorgte dann meist noch der eine oder andere „Abschlusstrink“ an der Hotelbar (Gerüchte, dass einige Mitreisende aufgrund übermäßigem Alkoholkonsum am anderen Tag die ersten Löcher „versiebt“ haben sollen, können in diesem Zusammenhang natürlich nicht bestätigt werden).

Das Hotel „Pestana Cascais“ war übrigens eine gute Empfehlung. Preiswert und mit Lage direkt am Meer war das Hotel zwar nicht etwas Besonderes, aber für den Zweck einer Golfreise genau richtig.



Natürlich war neben Golf auch noch Kultur im Angebot. Einen ganzen Tag besichtigten die Algarveagles Lissabon und haben dank Christian Wodrich, der in Lissabon lebt und die Stadt bestens kennt, einige interessante Ecken von der „Schönen am Tejo“ kennen gelernt. Abgerundet wurde dieser interessante Tag  mit dem Besuch in einem traditionellen Fado-Lokal.

Die ganze Truppe am Rossio-Brunnen in Lissabon