Golf ist wie eine Liebesaffäre:
Nimmt man es nicht ernst, macht es keinen Spaß,
nimmt man es aber ernst, bricht es einem das Herz.

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Die Golf-Besteck-Fibel

GolfbesteckDas Wichtigste jedes Golfers ist das Golf-Besteck, das allerdings in vielen Eigenschaften erheblich voreinander abweichen kann. Hier die klassische Bestückung.

Der Pfannenwender
Beim Abschlag ist die Verwendung des Pfannenwenders unbedingt anzuraten. Durch die große Schlagfläche und den optimalen Winkel im Treffmoment kommen Ihre Abschläge präzise und auf eine beachtliche Länge …, was Sie von Mal zu Mal mehr begeistern wird!

Das Teigrädchen
Sollte es Ihnen beim Abschlag einfach nicht gelingen wollen, den Abschlagspunkt genau mittig zwischen der rechten und der linken Abschlagsmarkierung auszumachen, ohne dabei den Ball auch nur einen Millimeter davor aufzuteen,  empfiehlt es sich, eine exakt gerade Linie mit dem Teigrädchen zwischen den Markierungen zu ziehen. Immer eine sichere Sache!

Die Eieruhr
Es kommt immer wieder vor, dass sich der Flight-Partner mehr mit den Probeschwüngen  am Abschlag beschäftigt als den anderen lieb ist.  Dies führt – neben kurzen Nickerchen der Kollegen – auch zu großen Verzögerungen des Spielablaufs.
Die Lösung: Stellen Sie die Eieruhr auf 3 Sekunden ein! Beim Ertönen der Klingel wird Ihr Spiel-Partner vor Schreck weit vor seiner persönlichen Zeit  abschlagen. Gönnen Sie ihm dafür auf dem Weg zu seinem Ball ein paar Sekunden mehr … zur Erholung!

Der Akku-Mixer mit Knethaken
Sollte Ihnen die Breite des Fairways aus persönlichen Gründen zu schmal erscheinen, da Sie sich bei einem kurzen Par 3 mit 5 Schlägen erst 2 Meter (aber immerhin!) vom Abschlag entfernt haben, doch leider immer hinter den „weißen Pfählen“ gelandet sind, greifen Sie zum Akku-Mixer mit Knethaken und bestimmen Sie individuell die Breite des Fairways, indem Sie neue Löcher für die weißen Begrenzungspfähle bohren! Nur nicht erwischen lassen …

Die Plätzchen-Ausstechformen
Beim Putten darf man Mitspieler nicht durch die Lage des eigenen Balls behindern oder irritieren. Deshalb hebt man ihn auf, nachdem man seine Position markiert hat. Hierfür haben sich kleine Plätzchen-Ausstechförmchen sehr bewährt! Gut in die Grün-Oberfläche eingedrückt, hinterlassen sie nach ihrer Entfernung nette kleine Löchlein in Form von Sternchen, Engelchen oder kleinen Nikoläusen (die Motive sind frei nach Saison variierbar).
Dies hat zwei große Vorteile: 1. das Grün wird ums Loch herum mal ordentlich gelüftet und 2. der Greenkeeper hat auf seinem Mäher mehr Abwechslung!

Der Melonen-Ausstecher
Um die entstandene Delle nach dem Aufschlagen des Balls zu beheben und den Platzbetreiber nicht durch Ignorieren dieser Regel zur Weißglut zu bringen, benutzen Sie den praktischen Melonen-Ausstecher!

Der Eisportionierer
Beim Verdacht, dass einer Ihrer Flight-Partner nicht mit genormten Bällen spielt, nehmen Sie den Eisportionierer als absolut unbestechliches Maß. Der Clou des Werkzeugs ist jedoch sein gezackter Rand, mit dem Sie – Platzbetreiber und Greenkeeper werden es Ihnen danken – gleichzeitig noch überflüssige Algen und sonstigen Mist aus dem Wasserhindernis fischen!

Die Suppenkelle
Mit der klassisch eleganten Suppenkelle brauchen Sie im Rough und im Sandbunker mit dem Pitching- oder Sandwedge nicht mehr so draufzudreschen!

Der Schaumlöffel
Beim Pitchen oder Chippen ist es durch die leichte Schräge des Schaumlöffels (49 – 55 Grad) ein Leichtes, den Annäherungsschlag perfekt auszuführen. Kleine Erdreste fallen locker durch die im Löffel vorhandenen Löcher, machen den Schlag somit leichter, so dass nie mehr die Rede von einem „fetten“ Schlag sein kann!

Der Spaghetti-Löffel
Beim Wasserhindernis empfiehlt sich der Spaghetti-Löffel. Mit seiner tiefliegenden Mulde lässt sich der Ball leicht aus dem Wasserhindernis herausfischen, wobei das Wasser (welches im weiteren Spielverlauf nicht unbedingt Verwendung findet) bequem durch die Schlitze abfließen kann. (Soweit noch alles klar?)

Die Gurkenzange
Zur Entfernung von unliebsamen Gästen, etwa verblichenen Mäuschen oder dem Kollegen Maulwurf oder vertrockneten (oder auch nicht) Hinterlassenschaften der allgemeinen Tierwelt, empfiehlt sich aus Gründen der Ästhetik und der Würde die Beseitigung dieser „Hindernisse“ (ohne Strafschlag!) mit der Gurkenzange!

Der Fleischklopfer
Sollte es Ihnen beim Putten mit dem Fleischklopfer tatsächlich gelingen,  ein Stück Rasen aus dem Grün (oh, lieber Gott, hilf!) mit dem Ball auf den Weg zum Loch zu schicken, lässt sich dieser Makel mit dem Fleischklopfer wieder beheben – je nach Größe des Divots gröbere oder feinere Seite wählen!

 

Nach dieser – mehr oder weniger – erfolgreichen Golfrunde ist es ein absolutes Muss, das Besteck ordentlich mit den am Clubhaus befindlichen Reinigungsutensilien zu säubern, bevor sie es in der Clubhaus-Küche für die folgenden kulinarischen Genüsse zur Weiterverwendung abgeben! Guten Appetit.

Ina Kandutsch